Relocation Manager: Unterstützung für ukrainische Fachkräfte

von Anna Küchler
am 18. Juli 2022

Gerne möchten wir euch heute unsere neue Kollegin Yuliia Shalimova vorstellen. Yuliia ist gebürtige Ukrainerin, lebt seit zwei Jahren in Deutschland und setzt sich seit Anfang Juni als Relocation Managerin mit einer ganz besonderen Thematik auseinander. Sie rekrutiert ukrainische Fachkräfte, die uns bei publicplan im Team künftig unterstützen können, betreut diese und hilft bei allen wichtigen organisatorischen Abläufen.

Yuliia, was genau bringst du mit, dass du so gut geeignet bist für diese Schnittstelle innerhalb des Unternehmens bei uns?


Yuliia: publicplan trägt viel zur Digitalisierung der Verwaltung in Deutschland bei. Da ich aus einem Land komme, in dem der größte Teil der Verwaltung bereits digitalisiert ist und es viele qualifizierte IT-Spezialisten gibt, möchte ich mein Wissen und meine Erfahrung teilen, um die Qualität der publicplan-Produkte zu verbessern und das Team erweitern.


Worauf ist im Umgang mit den Flüchtlingen besonders zu achten, zum Beispiel mit Blick auf die Mentalität oder Kultur? Hast du Tipps für uns und für zukünftige Mitarbeiter:innen?


Yuliia: Was den Ukrainer:innen derzeit fehlt, sind Sicherheit, Stabilität und Gewissheit für die Zukunft. Die Bundesrepublik Deutschland wird mit diesen Dingen assoziiert, und auch der Fokus der publicplan auf den öffentlichen Sektor weckt Vertrauen und zeigt Beständigkeit.


Aufgrund der ständigen Veränderungen im ganzen Land sind wir Ukrainer:innen keine langfristige Planung gewohnt. Auftretende Schwierigkeiten und Probleme werden in der Projektkommunikation von ukrainischen Partnern nicht unbedingt kommuniziert. Unangenehme Gespräche werden auch gerne bis zuletzt vermieden.
Die Ukrainer:innen sind eine strengere Kontrolle der Aufgaben und eine klare Hierarchie gewohnt. Vielleicht sollten Kolleg:innen sich zunächst öfter an der Arbeit der Mitarbeiter:innen beteiligen und den Fortschritt überprüfen.


Gewissheit über die Sicherheit von Angehörigen, die in der Ukraine geblieben sind, ist sehr wichtig. Hier sollten Arbeitgeber die Möglichkeit geben, auch mal private Anrufe entgegenzunehmen und Flexibiltät erlauben. Die meisten Ukrainer:innen bekennen sich zur Orthodoxie und möchten sich dementsprechend während der orthodoxen Feiertage frei nehmen. Auch da sollten Arbeitgeber offen und sensibel sein. Denn zumindest etwas aus dem alten Leben soll so bleiben wie bisher.


Was muss noch beachtet werden und wie hilfst du den Personen, die hier ankommen?


Yuliia: Unser Ziel ist es, nicht nur einen Job zu bieten, sondern bspw. auch bei der Wohnungssuche und bei allen Amtsgängen und bürokratischen Themen zu helfen. Zur besseren Integration bieten wir Hilfestellung beim Deutschlernen an und informieren Mitarbeiter:innen über das Steuer- und Gesundheitssystem in Deutschland. Wir helfen und beraten bei jedem Schritt der Registrierung und übernehmen die Kosten für die Übersetzung der für die Anstellung notwendigen Unterlagen ins Deutsche.


Beim Onboarding sprechen wir auch darüber, was den Teams und unseren Kunden in Deutschland wichtig ist. Zum Beispiel geht es da um die Einhaltung des Datenschutzes und das Thema Pünktlichkeit, womit die Ukrainer:innen liberaler umgehen.


Wie können wir uns deinen Arbeitsalltag vorstellen, woran arbeitest du momentan konkret?


Yuliia: Jeder Newbie erhält zu Beginn seiner Tätigkeit bei uns ein Einführungsschreiben, das die Regeln, Grundsätze und Werte des Unternehmens ausführlich erläutert. Da viele von ihnen kein Deutsch sprechen, haben wir alle Unterlagen ins Englische übersetzt.


Zur Überwindung von Sprachbarrieren sind zusätzliche Softwareanwendungen erforderlich; wir empfehlen hier die Verwendung von Online-Maschinenübersetzern.


Ich versuche außerdem sicherzustellen, dass die von uns im firmeneigenen Intranet bereitgestellten Informationen (z.B. Listen nützlicher Links) möglichst alle Lebensbereiche abdecken, von Arbeitsfragen bis hin zu Details über zuständige Ämter und Behörden.


In unserer Firma bieten wir reichlich Gelegenheit zur Weiterentwicklung, es gibt bereits Englischkurse für alle Mitarbeiter:innen. Aber auch das Erlernen der deutschen Sprache sehen wir als Priorität für die Ukrainer:innen an. Wir empfehlen daher Sprachlernpläne mit unterschiedlicher Intensität.

So stellen wir sicher, dass sich die neuen Kolleg:innen bei uns gut aufgehoben und willkommen fühlen.

Du kommst aus der Ukraine und interessierst dich für die Digitalisierung der Verwaltung? Dann sollten wir uns kennenlernen! Schreib eine Mail an karriere@publicplan.de oder schau dir hier unsere aktuellen Stellenangebote an.

Charta der Vielfalt – Wir sind dabei

Seit Herbst sind auch wir Teil der Charta der Vielfalt und setzen uns sichtbar für ein wertschätzendes und vorurteilsfreies Arbeitsumfeld ein. Die Charta der Vielfalt ist eine Initiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzler Olaf Scholz.

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Karrierepfade bei publicplan

Die Weiterentwicklung und Weiterbildung unserer Kolleg:innen liegt uns bei publicplan sehr am Herzen. Aus diesem Grund haben wir verschiedene Karrieremodelle entworfen und kommunizieren transparent die Möglichkeiten, um innerhalb der Firma zu wachsen, andere Rollen zu übernehmen und neue Laufbahnen einzuschlagen. So ergeben sich intern vielseitige Wege, die eigene berufliche Zukunft mitzugestalten. So auch für unsere Kollegin Jana Dobberstein, die im Jahr 2021 als Front Office und Team Assistant bei uns startete. Welche Rolle Jana nun übernommen hat, und wie das Ganze ablief, erklärt sie euch hier. 

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Senior IT-Consultant – Wie gestaltet sich der Arbeitsalltag?

Die Zukunft der Arbeit hat bei publicplan schon längst begonnen. Wir überlassen es den Mitarbeiter:innen, dort zu arbeiten, wo sie am produktivsten sind. Von 100 Prozent Office bis 100 Prozent remote ist bei uns alles möglich. Es gibt jedoch auch einige Stellen, die eine 100%ige Remotelösung nicht zulassen. Unser Kollege Daniel Titze gibt uns heute Einblicke in seinen Arbeitsalltag als Senior IT-Consultant.

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